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Total Space

Ausstellung im Museum für Gestaltung in Zürich, Toni-Areal von 23. Oktober 2020 bis 20. Juni 2021

Eintauchen, erleben, mitwirken! Die Ausstellung Total Space im Museum für Gestaltung Zürich lädt das Publikum auf eine sinnliche Raumerfahrung ein. Eigens für das neuartige Ausstel-lungsformat gestalteten fünf Designstudios Erlebnisräume, die es aktiv zu erkunden gilt.

Während virtuelle Formate das Museum im digitalen Raum – jüngst durch die Covid-19-Pandemie stark beschleunigt – erweitern, hat auch das körperlich-sinnliche Erleben in der Ausstellung vor Ort eine neue Bedeutung erhalten. In Museen rund um den Globus ziehen heute vermehrt aufwändige Bühnenbilder und raumgreifende Installationen das Publikum in ihren Bann. Das neue Ausstellungs-format, dem Total Space einen Namen gibt, löst die Distanz zwischen Publikum und ausgestelltem Objekt auf und ermöglicht den Besucherinnen und Besuchern ein Eintauchen in vielschichtige Er-lebnisräume.

Innovative Raumkonzepte
In der Ausstellung Total Space reflektiert das Museum für Gestaltung Zürich diesen Trend. Fünf De-signstudios wurden eingeladen, ihren eigenen Total Space zu gestalten. Mit unterschiedlichen Her-angehensweisen haben die Teams so Räume geschaffen, in denen die Besuchenden verweilen und die Themen und Haltungen der Designerinnen und Designer hautnah erleben können.

  • Das Duo Kueng Caputo aus Zürich präsentiert einen dichten Säulenwald, der die Zwischenpro-dukte ihres Gestaltungsprozesses von der ersten Idee bis zum fertigen Entwurf verwertet und die-sen Prozess dadurch sicht- und erlebbar macht.
  • Das Studio Luftwerk aus Chicago lässt mit Farbe, Licht und Form eine lebendige räumliche Landschaft entstehen: eine meditative Gesamtheit, die kontinuierlich verwandelt, zusammengezogen oder erweitert wird.
  • Als Antwort auf den sterilen White Cube – den weissen, in nahezu jedem Museum anzutreffenden Ausstellungsraum – versucht das Team von Soft Baroque aus London die Besucher aus dem Gleichgewicht zu bringen, indem es seinen Total Space in endloser Rotation kreisen und kippen lässt.
  • Das Gestaltungsbüro Sucuk und Bratwurst aus Berlin wiederum weist mit einem übergrossen Kinderzimmer auf seine sonst völ-lig massstabsfreie digitale Arbeitswelt hin und verwischt in einer surrealen Rauminstallation die Grenzen zur analogen Realität.
  • Im Spiegelkabinett des Zürcher Architektenduos Trix und Robert Haussmann treten die Besuchenden selbst in den Mittelpunkt, um die Illusion einer endlosen Raumvergrösserung durch Spiegelung zu erfahren.


Übersicht und Reflexion
Während die fünf Erlebnisräume ganz ohne Ausstellungstexte erfahren werden können, dient ein zentraler runder Raum in Form eines begehbaren Wikipedia-Artikels der weiteren Verhandlung des Ausstellungsthemas. Mehrere Informationsräume funktionieren als Fussnoten und veranschaulichen den neuen Begriff Total Space mit Beispielen aus Vergangenheit und Gegenwart. Die Ausstellung verschafft damit nicht nur eine aktuelle Übersicht, sondern reflektiert darüber hinaus hinein in die Zukunft sinnlich inszenierter Museumserlebnisse.

Vermittlung
Jeden Sonntagnachmittag stehen geschulte Mitarbeitende des Vermittlungsteams für einen individu-ellen Austausch mit den Besuchenden zur Verfügung. Auch im Rahmen von Führungen, Ausstel-lungsgesprächen und Workshops mit dem Kuratorenteam und Raumprofis können sich Besucherin-nen und Besucher vertieft mit den Ausstellungsinhalten auseinandersetzen und selbst gestalterisch tätig werden.

Alle Informationen auf museum-gestaltung.ch

Total Space im Museum für Gestaltung: Sucuk & Bratwurst, Ladybug Room, Berlin, 2020, © Sucuk & Bratwurst